Objekttyp: Supernovaüberrest
Sternbild: Schwan (Cygnus)
Entfernung: etwa 2.000 bis 2.400 Lichtjahre
Scheinbare Helligkeit: ca. 7–8 mag
Vor mehreren tausend Jahren explodierte in dieser Region ein massereicher Stern als Supernova. Die dabei entstandene Stoßwelle breitet sich bis heute durch das interstellare Medium aus und bringt das Gas zum Leuchten.
NGC 6960 ist der westliche Teil des berühmten Veil Nebula und wird auch oft als Western Veil oder Witch’s Broom Nebula bezeichnet. Besonders auffällig sind die langen, feinen Filamente, die wie leuchtende Schleier oder Rauchfäden durch das Bild ziehen.
Die Farben, die Astrofotografen so lieben, stammen von verschiedenen Elementen:
- Rot: Wasserstoff (Hα)
- Türkis/Blau: doppelt ionisierter Sauerstoff (O III)
- Orange bis Gold: Schwefel (S II), wenn in einer SHO- oder Hubble-Palette bearbeitet wird
Ein markantes Detail bei NGC 6960 ist der helle Stern 52 Cygni, der scheinbar mitten im Nebel sitzt. Er gehört jedoch nicht direkt zum Nebel, sondern liegt nur zufällig in derselben Sichtlinie.
Warum ist das Objekt so beliebt?
NGC 6960 besitzt extrem feine und kontrastreiche Filamente, die besonders in Schmalbandaufnahmen eindrucksvoll hervortreten. Gerade dieser faserige Aufbau macht den Western Veil zu einem der beliebtesten Supernovaüberreste für Astrofotografen.
Deshalb eignet sich das Objekt besonders gut für:
- Smart-Teleskope wie die Seestar S30 Pro oder S50
- Dwarf 3
- klassische Astrofotografie mit Schmalbandfiltern
Schon mit mittleren Belichtungszeiten lassen sich schöne Strukturen sichtbar machen. Längere Gesamtbelichtungszeiten bringen immer mehr von den schwachen äußeren Filamenten zum Vorschein.
Beobachtung
Die beste Zeit ist:
- Juli bis Oktober
- Höhepunkt meist im August und September
- Am schönsten, wenn Cygnus hoch über dem Horizont steht

